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Was ist das Federzimmer?

Das Federzimmer auf Schloss Moritzburg ist ein weltweit einzigartiges Barockkunstwerk aus über einer Million Vogelfedern.

Das Federzimmer im Schloss Moritzburg ist weltweit einzigartig und besteht aus über einer Million farbiger Vogelfedern. Sie wurden zu prächtig gemusterten Dekorationen verwebt und schmücken den Baldachinhimmel, die Bestandteile des Gesims, die Bekrönungsvasen sowie die Zierzargen am Bettgestell und die Wandteppiche. Herausragend war auch die Technik des „Federschmückers“ Monsieur Le Normand aus Paris: Er hat die Federn nicht aufgeleimt, sondern am Webstuhl als Schussfaden in das Gewebe eingearbeitet.

Um das Federzimmer ranken sich zahlreiche Legenden. So soll es zum Beispiel ein Thron eines mexikanischen Königs oder Teil eines indischen Hausrates sein. Vielleicht haben aber auch Generationen von Indianersklaven das Kunstwerk aus Millionen von südamerikanischen Vogelfedern hergestellt. August der Starke holte es letztendlich als Preis für seine Teilnahme am Stierkampf nach Moritzburg. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich in diesen Geschichten?

Sicher ist, dass es August der Starke 1723 für das Japanische Palais in Dresden erwarb. 1830, knapp 100 Jahre nach dem Tod des Kurfürsten, gelangte das Federzimmer ins Schloss Moritzburg. 1972 wurde das Federzimmer mit starken Schäden eingelagert, eine Restaurierung galt als unmöglich. Den Restauratoren des Stadtmuseums Dresden gelang es trotzdem. Seit 2003 kann das beeindruckende Federzimmer von März bis Oktober durch eine große Glaswand bestaunt werden.